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Valdobbiadene - Lignano - Venezia

Normal machen wir ja unseren Sommerurlaub immer schon in der Vorsaison, aber das war ja aus bekannten Gründen dieses Jahr nicht möglich. So haben wir uns damals dazu entschieden für Mitte September eine Reise nach Italien zu planen. Bis zuletzt haben wir gezittert ob es wieder zu einer Reisewarnung kommt, vorallem nach der Reisewarnung für Kroatien, aber am Ende stand unserem lang ersehnten verspäteten Sommerurlaub nichts mehr im Weg. Wir fuhren also in den frühen Morgenstunden am Sa. 12.09.20 Richtung Italien. Ich kann mich nicht erinnern wann ich mich zuletzt so gefreut habe die österreichische Grenze wieder mal zu überschreiten. Juhu!!!

Unser erstes Ziel war das malerische Valdobbiadene in der Region Treviso wo wir zum Anfang unseres Urlaubs hindüsten. Wie ihr ja schon aus vorhergehenden Blog-Beiträgen wisst lieben wir ja Prosecco und mittlerweile kennen wir auch schon die Unterschiede von gut und naja...sagen wir mal akzeptabel. Unser Lager zu Hause musste dringend aufgefüllt werden und so besuchten wir die verschiedensten Weingüter und deckten uns für schlechte, aber natürlich auch gute Zeiten ein. Wir besuchten noch vor der Ankunft in unserem B&B bei Alessandro Bortolin das Weingut Canevel. Das Anwesen ist so hübsch auf einem Hügel gelegen, umringt von no-na Weinbergen der Glera-Traube.



Unsere nächste Station war der Weinshop von Mionetto. Viele werden jetzt sagen...den gibts ja eh bei uns auch, aber nicht alle Sorten und wie schon vorhin erwähnt, da gibts deutliche Unterschiede :-) Hier wurden wir auch großzügig mit einer Magnum-Flasche beschenkt. Beim Lager von Bortolomiol standen wir an diesem Samstag vor verschlossenen Türen, sind aber dann drauf gekommen dass der Shop sich ein paar Häuser-Ecken weiter befindet. Also haben wir dort auch noch zugeschlagen und kamen auch in den Genuss bei den laufenden Ernte-Anlieferungen zuzusehen. Gekostet hatten wir zu dem Zeitpunkt schon reichlich kann ich nur sagen, also fuhren wir in unsere Unterkunft. Schön war es wieder da zu sein, immerhin schon unser 3. Besuch in diesem B & B. Es war ca. 14 Uhr und um diese Zeit ist es in der Gegend echt schwierig ein offenes Lokal zu finden. Beim fußläufig erreichbaren Restaurant war die Küche schon kalt so gingen wir weiter in Richtung Osteria Senz´Oste und wurden mit einer neuen Lokalität am Weinberg überrascht, die wir natürlich auch gleich testeten. Hier ging alles etwas ruhiger zu als beim mittlerweile schon sehr bekannten Nachbarn. Wir kehrten also bei der Jausenstation des Weingut Garbara ein wo wir zuerst verschiedene Käse und Salamis verkosteten und uns dann je für einen Käse und Salami entschieden, dazu gabs Brot und natürlich hauseigenen Prosecco. Wir genossen also unsere Jause mit Blick in die Weinberge. https://garbara.it/de/terrasse-cartizze/ Wir wurden von der Chefin des Hauses sehr nett betreut. Momentan ist diese Location noch ein richtiger Geheimtipp! Gestärkt spazierten wir zurück nach Santo Stefano um uns für ein Stündchen hinzulegen. Leider wurde es etwas mehr als ein Stündchen und so fiel das geplante Abendessen in der Pizzeria unserer Müdigkeit zum Opfer :-)



Den 2. Tag starteten wir unserem leckeren Frühstück und dann gings zum nächsten Weingut. Nani Rizzi kannten wir bisher nicht und so haben wir nach einer kurzen Verkostung mal einen Karton Prosecco mitgenommen. Danach fuhren wir mit dem Auto auf den Monte Cesen, einen der Berge der südlichen karnischen Alpen auf etwas mehr als 1.500 m. Das Wetter war ja echt traumhaft und im Tal bei knapp 30 Grad, oben am Berg etwas über 20 Grad. Wir genossen den traumhaften Ausblick ins Umland und machten uns nach einem kurzen Aufenthalt wieder auf den Weg hinunter ins Tal nach Valdobbiadene. Die Straße hätte weiter geführt, allerdings stand nur für Anrainer, einige Autos sind weiter gefahren. Wir haben uns nachdem wir uns das Schild von einem Italiener übersetzen haben lassen nicht getraut weiter zu fahren. Wir hielten kurz bei der Kirche S. Floriano wo man einen schönen direkten Blick hinunter auf die Stadt hat. Im Café Roma genossen wir Café und Prosecco und wieder mal zum ungünstigsten Zeitpunkt knurrten unsere Mägen. Durch Zufall kamen wir an der Osteria La Rizza vorbei und siehe da, hier bekamen wir tatsächlich etwas zu essen. Die nette Bedienung bereitete uns eine wunderbare Jause zu. Herz was willst du mehr?



Den restlichen Nachmittag verbrachten wir dann in der Sonne im Garten unseres B&B mit Lesen, Chillen und Prosecco schlürfen. Abends stand dann schon das nächste Highlight unseres kurzen Aufenthalts in Valdo auf dem Plan. Ich hatte noch von zu Hause aus per Mail einen Tisch in der Trattoria alla Cimma https://www.trattoriacima.it/ reserviert und es war ein super Entscheidung. In den heißen Sommermonaten kann man auch abends zwischen den Weinreben dinieren, im September ist es leider schon etwas feucht und ich denke man würde von Gelsen zerstochen werden. Wir nahmen im nach allen Seiten offenen Wintergartenplatz und genossen ein grandioses Dinner mit herrlichem hauseigenen Prosecco. Ein perfekter Abend!!!



Der Montag war gekommen und so hieß es für uns Abschied nehmen. Nach einem ausgiebigen Frühstück verließen wir Santo Stefano und besuchten auf der Weiterfahrt noch das Weingut von Bortolin Angelo. Das zweite neue Weingut dass wir diesmal besuchten. Wieder mal wurden wir auf einem Weingut äußerst nett betreut. Wir stopften noch eine letzte Kiste Prosecco in unser Auto und weiter gings Richtung Norden.


Angekommen in Lignano Sabbiadoro konnten wir gleich unser Apartment beziehen. Als wir durch den Kreisverkehr an der Einfahrt nach Lignano gefahren sind hab ich bei offenem Fenster laut gejubelt. Nach einem Jahr endlich wieder zurück an unserem #happyplace. So gern wir Neues von der Welt sehen so schön ist es hier anzukommen und den Urlaub von der ersten Sekunde an voll genießen zu können weil man eben alles hier schon so gut kennt. Wir verbrachten eine wunderbare, entspannte Woche hier bei tollem Wetter. Wir hatten fast täglich 30 Grad, gerade mal die letzten 2 Tage waren "nur" mehr 25 Grad an der Tagesordnung. Wir konnten Mitte September sogar noch täglich im Meer schwimmen!!!



Ein kulinarisches Highlight möchte ich euch nicht vorenthalten. An einem Abend habe ich einen Tisch per Mail im Ristorante al Cason https://www.ristorantealcason.it/ reserviert. Wir bekamen einen super netten Tisch mit Blick auf den Tagliamento. Wir waren rechtzeitig zum Sonnenuntergang nach einer ca. 35 minütigen Fahrt mit dem Rad da. Das Fischrestaurant in Lignano Riviera ist wirklich sehr empfehlenswert. Die Fischgerichte ausgezeichnet und auch optisch ansprechend und es gibt Canevel Prosecco auf der Karte ;-) Hier waren wir sicher nicht zum letzten Mal!



Wir haben unseren Aufenthalt in Lignano wieder sehr genossen. Positiv zu erwähnen ist auch der neu ausgebaute Radweg in Pineta, dh man kann jetzt wirklich ohne große Gefahrenstellen von Sabbiadoro nach Riviera am Radweg der Küste entlang fahren. Wir waren für uns ungewöhnlich viel am Strand weil das Wetter noch so traumhaft war und haben es uns einfach gut gehen lassen.




Am Freitag als die Temperaturen leicht gesunken sind haben wir unseren geplanten Tagesausflug nach Venedig gemacht.



Wir waren die ersten beim Frühstück und sind dann auf der Bundesstraße Richtung Venedig gefahren zum Parkplatz nach Punta Sabbioni. Wir haben auf einem überdachten Parkplatz zum Tagestarif von 5 Euro geparkt. Es waren noch reichlich Parkplätze verfügbar, auch wenn doch mehr Leute da waren als wir dachten. Es gibt dann die Möglichkeit mit den Linien-Schiffen nach Venedig zu fahren oder mit dem Touristen-Schiff der Fa. Marco Polo. Hin sind wir um 5,--/Person mit dem Touristen-Schiff gefahren. Ticket gekauft und sofort los gefahren. Das letzte Touristenschiff geht um 18 Uhr zurück und wir wollten uns zeitlich nicht festlegen, so haben wir das offen gelassen. Wir waren mit dem kleinen Schiff eine knappe 3/4 Stunde unterwegs. Einfach schön die Stadt bei der Ankunft vom Wasser immer näher kommen zu sehen. Das gehört bei einem Venedig-Besuch irgendwie dazu. Spätestens als wir ausgestiegen sind haben wir gemerkt dass wirklich sehr wenig Touristen aktuell die Stadt besuchen, normal schieben sich die Massen von der Schiffsanlegestelle bis zum Piazza San Marco, das war diesmal wirklich anders.




Auch später auf der Rialtobrücke war so gut wie nichts los. Wir schlenderten durch die Stadt begleitet von herrlichem Sommerwetter und ließen uns einfach treiben. Etwas überzogen finden wir dass ein Toilettengang auf einer öffentlichen Toilette satte Euro 1,50 kostet und ein Stadtplan Euro 3,--. Ok, Stadtplan braucht man heut zu Tage nicht mehr wirklich, aber WC? Wir wählten die Alternative Getränk + gratis WC in einem Lokal ;-) Zufällig hatte ich auf Instagram ein Restaurant entdeckt, welches ziemlich am anderen Ende der Stadt gelegen ist. So haben wir diesmal wirklich viel von Venedig gesehen, wir sind bis in die Wohngegenden spaziert. Gegessen haben wir dann im Restaurant Casa Bonita http://casabonita.it/?lang=en Wir waren wieder zu einer unüblichen Essenszeit am Nachmittag dort, so hatten wir quasi freie Platzwahl direkt am Kanal. Unsere Speisen (natürlich mit Fisch) waren beide wirklich sehr lecker und reichlich. Gerne wieder!




Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zurück in Richtung Markusplatz. Das Licht kurz vor Sonnenuntergang war fantastisch und so sind noch ein paar tolle Fotos entstanden. Spätestens dann wussten wir dass es sich ausgezahlt hat mit dem Linienschiff zurück zufahren. Am Schalter kauften wir ein Ticket für Euro 7,50/Person und fuhren mit dem nächsten Linienschiff zurück. Verabschiedet wurden wir von einem herrlichen Sonnenuntergang. Ein perfekter Tag in einem fast leeren Venedig!




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