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Relais & Chateaux Taubenkobel und ein Sommerwochenende in Wien

Ich schenke Markus am liebsten Kurzurlaube, dh Zeit zu zweit! <3 Letzte Weihnachten gab es daher unterm "Palmenbaum" einen Gutschein für den Taubenkobel mit Übernachtung, immer einlösbar am Mittwoch. Ich hab mir damit selbst eine schwere Aufgabe gemacht einen passenden Termin zu finden und dann kam auch noch Corona dazu, aber ich habs geschafft. Am Mittwoch 19.08.20 gings für uns nach dem Frühstück gemütlich in Richtung Schützen am Gebirge. Wir haben herrliches Sommerwetter erwischt. Wir fuhren über Parndorf um zu Mittag irgendwo am Neusiedler See in einer Buschenschank einzukehren. Auf der Hinfahrt befragte ich Google Maps und wir entschieden uns dann spontan für den Heurigen "Zum Weitzer" in Winden am See. Wir bekamen einen Platz auf der sonnigen Terrasse unter den Weinranken und bestellten uns eine herrliche Jause. Wir hatten genau die richtige Wahl getroffen und können das gemütliche Lokal nur weiter empfehlen.


Um kurz nach 15 Uhr checkten wir im Taubenkobel ein und zwar im Zimmer "Sohar". Das Zimmer war ein Traum und wir wussten wirklich nicht was uns erwarten wird, da das Internet überraschender Weise sehr wenig Fotos von den Zimmern preis gibt. Dazu kommt dass jedes der 12 Zimmer anders aussieht und zwar in allen Punkten. Wir waren begeistert und ich glaub wir haben ein Upgrade bekommen für dieses riesige 2-stöckige Zimmer. Im Zimmer stand Obst und Mineralwasser kostenlos am Couch-Tisch zur Begrüßung, auch Kaffee konnte man sich mit der Nespresso zubereiten. Wir wollten das Sommer-Wetter dann ausnutzen und haben uns daher sofort am hauseigenen Schwimmteich breit gemacht. Anfangs war niemand außer uns da. Später kam noch ein Paar dazu, aber hey...kein Vergleich zu einem überfüllten Freibad oder dem Neusiedler See. Rund um den Schwimmteich auf den Blättern der Seerosen sonnten sich unzählige Frösche. Ich bin noch immer verwundert, dass ich mich trotz der vielen Quacker in den Teich getraut habe, aber ich hab mich nicht nur einmal darin abgekühlt und es total genossen. Die Ruhe im Garten war herrlich nach all dem Chaos in unseren Arbeitsleben der letzten Wochen.



Am Abend genossen wir dann, mittlerweile zum 3. Mal, das aktuelle Menü aus der preisgekrönten Küche von Alain Weissgerber. Zum ersten Mal konnten wir im Freien speisen und für einen Mittwoch-Abend war das Lokal sehr gut besucht. Was soll ich sagen? Es war wieder ausgezeichnet und für Foodies wie uns ein echtes Highlight in Österreich. In der schönen Bar ließen wir dann den Abend noch bei einem Drink ausklingen bevor wir die Wendeltreppe in unserem Zimmer hinaufkletterten und uns in das total bequeme Bett fallen ließen. Zum Zimmer sei noch gesagt dass man eventuell nach zu viel Alkoholkonsum doch sehr aufmerksam sein sollte beim Aufstieg über die enge Treppe. Zur Not gibts unten eine Couch. haha . Das Bad schaut echt sehr cool aus, aber die Dusche bzw. das Duschen in der Badewanne könnte eine Überschwemmung auslösen wenn man nicht Acht gibt... Wir haben jedenfalls wunderbar geschlafen in dem Relais & Chateaux Taubenkobel. Aufs servierte Frühstück waren wir dann auch schon gespannt. Die durch die Bank jungen Servicekräfte brachten einen Gang nach dem anderen und wir genossen das Frühstück im Innenhof bei wieder tollem Sommerwetter. Unsere ehrliche Meinung zum Frühstück: Speisen von guter Qualität, aber sehr unflexibel wenn man wählerisch ist. Wenn man länger da übernachtet dann bekommt man denk ich jeden Tag das selbe...naja...ausbaufähig würde ich sagen oder war das nur wegen Corona so? Ich hab das ehrlich gesagt nicht hinterfragt.



Nach dem Frühstück gings für uns für die letzten Stunden vor der Abreise dann nochmal an den Schwimmteich, wieder waren wir anfangs allein.



Ich hab mich dann noch bei der Chefin des Hauses rückversichert ob wir auch nach dem Check-Out noch bleiben dürften. Das war kein Problem und so chillten wir noch bis zum frühen Nachmittag am Teich und machten uns dann auf den Weg Richtung Wien.


Wow, mir wurde wieder bewusst dass ich seit Februar nicht mehr in Wien war. Das heurige Jahr ist einfach anders! Normalerweise würden wir jetzt bei meiner Oma in Kaisermühlen einchecken, aber da ja aktuell niemand genau weiß ob er den Virus in sich trägt oder nicht wollten wir nicht als etwaige Krankheitsüberträger dienen und checkten im 25hours Hotel beim Museumsquartier ein. Aufgrund der miserablen Buchungslage der Wiener Hotels ist es moment an ja leicht coole Hotels zu günstigen Preisen zu erwischen.


Für diesen Abend stand ein Dinner auf dem Haus des Meeres im 360 Grad Ocean Sky Restaurant am Plan. Von der Terrasse die rund ums Restaurant angelegt ist hat man einen herrlichen Blick über die Stadt. Wir bekamen einen Tisch im Innenbereich an der Fenster-Front zugewiesen. Wir wählten unsere Speisen und warteten dann eine geschlagene Stunde auf die Vorspeise...der Service-Leiter hat uns aber äußerst professionell betreut und wir bekamen am Ende als Entschädigung eine Nachspeise und 2 Gläser Prosecco. Oft bekommt man nicht mal ein "Entschuldigung" zu hören, aber die Reaktion des Service-Leiter war echt schwer ok und so haben wir das Lokal in sehr guter Erinnerung behalten, da das Essen auch wirklich ausgezeichnet war. Wir hatten viel zu viel gegessen und so spazierten wir noch eine riesige Runde hinein in die Innenstadt und zurück zum Hotel. Erschreckend wie wenig Menschen an diesem herrlichen Sommerabend im August auf der Kärntner Straße waren, aber natürlich auch sehr angenehm sich nicht durch die Mengen schieben zu müssen.



Der nächste Tag begann dann mit einem early Breakfast weil Markus ins Büro in Wien musste. Wir frühstückten auf der Sonnen-Terrasse des Hotels. Die Auswahl am Buffet ist echt großartig und das Service sehr zuvorkommend. Ich machte mich an diesem Freitag dann also allein auf den Weg in die Stadt und verbrachten den Vormittag mit ein wenig Shopping und Sightseeing. Am Nachmittag holte ich Markus vom Büro ab und wir lösten unseren Voucher für eine Riesenradfahrt die wir zur Hotel-Buchung dazu bekommen haben ein. Auch hier keine Leute, keine Menschenschlangen. Man kam hin und konnte einsteigen. Wir drehten unsere Runde mit einer deutschen Familie die im Sommer normal Fernreisen machten, dieses Jahr aus bekannten Gründen aber nicht. Auch heute genossen wir den Blick auf die Stadt und den Prater. Ein kurzer Pit-Stop im Schweizerhaus stand noch auf unserem spontane Plan, auch hier ohne Warteschlange vor der Tür. Zu Fuß gingen wir dann über die Prater Hauptallee und den Praterstern zurück in die Stadt, machten einen Stop am Rathausplatz beim Filmfestival und spazierten dann zurück ins Hotel.




Was für ein herrlicher Sommertag! Unser Abendessen genossen wir am nahe gelegenen Naschmarkt bei Neni. Auch hier sah man sofort dass die Touristen fehlen. Man konnte sich in sämtlichen Lokalen die Sitzplätze aussuchen. Gerade an solchen Hotspots sieht man wie wenig Menschen in diesem Sommer in der Stadt sind. Wie immer haben wir bei Neni gut gegessen und dann gings weiter über den Karlsplatz zum Theater am Belvedere. Da die Künstler auch sehr von Corona betroffen sind hat Michael Niavarani und Georg Hoanzl kurzer Hand das Theater am Belvedere geschaffen das wie mittlerweile fest steht auch in den nächsten Jahren ein Fixpunkt am kulturellen Terminplan von Wien sein wird. Der private Park mit seinen großen Bäumen ist wie dafür geschaffen hier eine Bühne und Sitzplätze mit genug Abstand aufzubauen. An diesem Abend spielte Omar Sarsam sein Kabarett-Programm "Herzalarm". Wir kannten ihn bisher nur aus dem Fernsehen, aber uns hat sein Auftritt sehr gut gefallen. Er ist echt gesegnet 2 so unterschiedliche Berufe unter einen Hut zu bringen, er ist nämlich praktizierender Arzt mit eigener Praxis und hat sein Hobby in der Unterhaltung zum Zweitberuf gemacht. Wow!




Vor dem Ausgang ist eine Station der Vienna Citybikes und wir schnappten uns 2 und radelten durch die Sommer-Nacht in Richtung Hotel. Leider war die Fahrrad-Station vor dem Hotel derzeit außer Betrieb also begaben wir uns auf die Suche nach der nächsten intakten Station und die war am Ring, fast schon bei der Uni. Na bravo, jetzt waren wir wieder durstig und gingen daher nochmal an diesem Tag zum Filmfestival am Rathausplatz. Sehr vorbildlich dort die Corona-Maßnahmen mit Registrierung beim Eingang. Zurück zum Hotel gings dann wieder mal zu Fuß und ich hab an diesem Freitag ca.25 km in der Stadt zurück gelegt und das mit Sandalen ;-)


Am Samstag genossen wir das leckere Frühstück im 25hours Hotel dann nochmal ausgiebig, aber im Gegensatz zum Freitag war das Lokal sehr voll, aber wir ergatterten den letzten freien Tisch in einer ruhigen Ecke. Nachdem Check-Out gings dann nochmal in die City und dann noch aufeinen Sprung nach Kaisermühlen zur Oma auf ein Eis. In ihre Wohnung wollten wir nicht und eventuelle Viren hinterlassen. Bei dem tollen Sommer-Wetter aber gar kein Problem sich draußen zu treffen.


Am Weg nach Hause fuhren wir dann nach Mauer zum Heurigen Zahel wo wir unser frühes Abendessen in Form einer Jause genossen und eine Kiste Wein für zu Hause mitnahmen. Jetzt kam auch der Wetterumschwung und mit ihm auch der Regen und wir freuten uns nach viel gutem Essen und Trinken, vielen km zu Fuß und Sommerhitze in der Stadt auch schon auf zu Hause.



Vienna - see you soon! <3

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