• sabinefuerlinger15

MSC Meraviglia 10. - 17.09.2022


Nach einer langen Corona bedingten Pause haben wir uns dieses Jahr wieder mal für eine Kreuzfahrt entschieden. 2020 wurde unsere gebuchte Reise im Mittelmeer aufgrund von Corona abgesagt. Unser Guthaben von der Anzahlung damals haben wir in eine ähnliche Reise investiert.


Los gings mit Austrian Airlines von Wien nach Barcelona, Spanien am frühen Morgen des 10. September 2022. Kurz nach der Ladung in Barcelona saßen wir auch schon im Bus zum Hafen. Wir hatten uns eine Innenkabine im MSC Yacht Club gebucht und waren daher schon am frühen Vormittag am Schiff. Die Kontrolle der Einschiffungsdokumente inkl. Impfbestätigung und PCR Testzertifikat ging schnell und reibungslos. Die Anreise hat sich jedenfalls 5 Sterne verdient!


Den ersten Tag verbrachten wir am Schiff um erstmals im Urlaub anzukommen. Es war herrlich ruhig im Yacht Club und wir genossen mittags gleich mal das ausgezeichnete Essen im Yacht Club Restaurant.



Am Sonntag in der Früh stand unser erster Halt am Plan. Angekommen in Cannes, Frankreich. In Cannes können die großen Kreuzfahrtschiffe nicht direkt anlegen, dh wir mussten tendern. Da kam dann gleich wieder ein Vorteil einer Yacht Club Cabine an den Tag. Wir spazierten mit einem Butler vorbei an der Menschenschlange hinaus zum Tender Boot und mussten uns nicht in der langen Schlange anstellen. Wow, was für ein Zeitgewinn, einfach entspannt! Wir spazierten vom Pier in die Stadt, es war heiß an diesem sonnigen Sonntag in Cannes. Wir flanierten durch die schmalen Gassen, hinauf zur Notre Dame d´ Esperance. Von dort oben hat man einen tollen Ausblick auf die Stadt und aufs Meer. Am Weg durch die Stadt kamen wir auf einem großen überdachten Marktgelände vorbei wo frischer Fisch, Obst, Gemüse, Käse und Pflanzen angeboten wurden. Kann ist ja für seine Filmfestspiele bekannt, also wollten wir auch das Festspielhaus sehen. Generell ist die Zeit in Cannes etwas stehen geblieben, für uns hat es so ausgesehen als würden sie jetzt erst beginnen auf den Zug der Modernisierung aufzuspringen. Markus Hauptziel in Cannes war eine Runde im Meer zu schwimmen. Bis er das passende Plätzchen gefunden hatte, sind wir allerdings in der brütenden Hitze die ganze Esplanade entlang spaziert. Aber dann war er glücklich und nach seiner kleinen Schwimmeinlage machten wir uns zurück auf den Weg zum Pier. Zurück am Schiff gabs für uns nach einem späten Mittagessen nur noch den Weg aufs Sonnendeck zum Relaxen.


Weiter gings für uns am Montag nach Genua, Italien. Wir sehen eher von den organisierten Ausflügen der Reedereien ab, gerade in den Städten die relativ leicht ohne Transfer erreichbar sind. Wir gingen noch offen für alles vom Schiff und am Hafenausgang stand dann eine sehr nette Dame die uns freundlich und unkompliziert Tickets für den City Sightseeing Hop on Hopp off verkaufte. 19 Euro pro Person für 2 sehr interessante Routen wie wir fanden. Empfehlenswert ist die Auffahrt mit einem Lift (war bei uns kostenlos) zum Belvedere Castelletto. Von oben hat man einen tollen Blick auf die Stadt und den Hafen mit den Kreuzfahrtschiffen. Wir sind immer wieder mal ausgestiegen und ein Stück zu Fuß gegangen um die Stadt richtig zu fühlen. Wir waren vor Jahren bei unserer ersten Kreuzfahrt schon mal in Genua, aber diesmal hat es uns richtig gut gefallen.



Der nächste Halt war der Hafen auf den ich mich am meisten auf dieser Reise gefreut hatte, La Spezia, Italien. Vom Hafen spazierten wir durch die Stadt zum Bahnhof. Am Bahnhof erwarteten uns Menschen-Schlangen bei den Ticketautomaten. Wir gingen dann in den Bahnhof hinein und dachten uns beide da muss es doch noch eine Möglichkeit geben an die Bahn-Tickets für die Cinque Terre zu kommen und genau so war es. Wir standen etwas weiter hinten im Bahnhof vor weiteren Ticketautomaten und kauften unsere Zugtickets. Der Preis für die Tageskarte lag bei 18,20 Euro pro Person. Damit konnte man mit dem Zug zwischen den Dörfern herum fahren so oft man möchte und auch die Wanderwege benutzen. Wir haben an diesem sonnigen Dienstag immerhin 4 der 5 Dörfer besucht. Markus hat wieder sein Ziel erreicht und war auch hier im Meer schwimmen und zwar im wunderschönen Dorf Manarola. Wir haben unsere Tour in Monterosso begonnen, das am weitesten entfernte Dorf von La Spezia, waren dann im total überfüllten Vernazza. Corniglia haben wir diesmal ausgelassen (man braucht ja einen Grund um mal wieder zu kommen! ;-)). Danach besuchten wir Manarola inkl. eine Runde Schwimmen für Markus und dann gings zum Abschluss noch nach Riomaggiore wo wir uns dann einen Drink inkl. Meerblick gönnten. Fazti: unser Favorit eindeutig Manarola gefolgt von Riomaggiore! Beeindruckend wie die vielen kleinen Bunten Häuser hier in die Buchten gebaut wurden. Wirklich so hübsch anzusehen!


Am nächsten Tag "spuckte" uns die MSC Meraviglia am Hafen von Civitavecchia, Italien aus. Mit dem Hafenbus fuhren wir zum Bahnhof von Civitavecchia um dort in der Trafik die Zugtickets nach Rom zu kaufen. Mit unseren BIRG Tickets um 12 Euro pro Person gings für uns in die ewige Stadt (Fahrpläne im Internet). Mit diesem Ticket konnte man auch alle öffentlichen Verkehrsmittel in Rom benutzen. Wir sind zwar nur 1 x mit der U-Bahn gefahren, aber man muss sich absolut keine Gedanken machen in welches Öffi man einsteiget. Wir haben wie immer unsere Wege hauptsächlich zu Fuß zurück gelegt. Markus hat sich am Handy eine kleine Route zurecht gelegt. Ausgestiegen sind wir aber nicht am Hauptbahnhof sondern ein paar Minuten entfernt beim Vatikan. Weiters gings zur Engelsburg, über den Piazza Navona, zum Pantheon und auch kurz hinein, weiter zum Trevi Brunnen (so hübsch!!!). Rom war die einzige Stadt in der wir uns auch eine Kleinigkeit zu essen kauften, da wir doch den ganzen Tag unterwegs waren. Herrlich! La dolce far niente :-) Gestärkt gings dann weiter zum Colloseum. Von dort nahmen wir dann die U-Bahn richtig Bahnhof und wir machten uns dann auf den Weg zurück nach Civitavecchia. Vom Bahnhof gingen wir dann zu Fuß zurück zum Schiff und waren nach vielen neuen Eindrücken bereit für den bevorstehenden Seetag!


Leider war das Wetter an unserem Seetag nicht so top wie an allen anderen Tagen. Es regnete immer wieder. Trotzdem verging der Tag wie im Flug!


Am Freitag legten wir dann in Palma de Mallorca, Spanien an. Der Hafen ist fußläufig nicht von der Stadt aus zu erreichen, außer man möchte nach bzw. vor der Stadtbesichtigung noch einen Weitwanderweg machen ;-). Wir fuhren mit dem Linienbus vom Port Estacio Maritima mit dem Linienbus 26 ins Stadtzentrum um ein paar Euro pro Nase. Wir kannten die Stadt noch nicht und ließen uns einfach treiben und flanierten bis zur Kathedrale. Ein wunderschönes Gebäude! Zurück am Placa d´Espanya stiegen wir wieder in den Linien-Bus und fuhren zurück zum Schiff!



Wir haben die Ruhe im Yachtclub wirklich sehr genossen. Am Sonnendeck gabs Platz ohne Ende. Das Essen ist wirklich hervorragend gewesen und wir haben echt schon oft sehr gut gegessen. Wenn man in den "normalen" Bereich gegangen ist glaubte man in einer anderen Welt gelandet zu sein. Wir haben von den Menschenmassen (knapp 4.500 Passagiere passen auf die Meraviglia) so gut wie nichts mitbekommen. Es war ein echter Segen. Das Service war sehr gut. Etwas enttäuscht waren wir von der Rezeption im Yachtclub. Wir wurden bei Fragen immer wieder vertröstet, mit der Antwort kam auch später nie wer. Eine Balkonkabine anzusehen (wir hatten die Innenkabine gebucht) war trotz 2maligem Fragen nicht möglich. Die Innenkabine war jedenfalls baugleich wie eine normale Innenkabine wie man sie von den MSC Schiffen kennt. Das Buffet an Deck wo man frühstücken und Mittag essen konnte war nicht groß aber völlig ausreichend für die Anzahl an Gästen im Yachtclub. Bei Schlechtwetter kann man dort allerdings nichts nutzen da es keine überdachten Sitzbereiche gibt. Dann ist jeder gezwungen im Restaurant oder im normalen Bereich des Schiffs im Buffet zu frühstücken/essen.


Am Samstag sind wir dann in der Früh wieder in Barcelona, Spanien angekommen. Wir hatten die Reise samt Flug und Transfer bei MSC direkt gebucht. Unser Flug ging erst abends um ca. 20/21 Uhr. Der Transfer vom Hafen zum Flughafen ging um ca. 9 Uhr Vormittags. Da kommt man sich dann als Kunde doch etwas veräppelt vor. Die Info wann unser Transfer geplant war kam erst um ca. 21 Uhr abends, da war dann auch keine Zeit mehr selbst was zu planen. Wir waren schon etwas überrumpelt. Wir hatten noch die Möglichkeit am Samstag einige Zeit am Schiff zu bleiben wollten aber auch noch etwas von Barcelona sehen also haben wir kurzerhand selbst etwas organisiert. Wir haben den Hafenbus um 3 Euro pro Person inkl. Koffer zum World Trade Center Barcelona genommen und durften dankenswerter Weise unsere Koffer in einem Hotel dort einlagern. Gleich beim World Trade Center gibt es eine Station für die City Sightseeing Busse in Barcelona. Mit dem Ticket aus Genua haben wir dann sogar in Barcelona Rabatt bekommen. Für 2 Tickets haben wir dann 54 Euro bezahlt und so konnten wir den Tag in Barcelona dann noch spontan genießen. Die Stadt war voll mit Menschen und das Leben hat sich auf der Straße abgespielt. Ganz toll war unser Mittagessen in der Bar Boqueria - eine Tapas-Bar am Marktgelände neben der La Rambla. Wow - wie gut war das bitte? Den Rest der Zeit verbrachten wir entweder mit einem kleinen Spaziergang oder wir genossen die Aussicht aus den Hop on Hop off Bussen.



Am späten Nachmittag nahmen wir dann beim Hotel ein Taxi zum Flughafen für 35 Euro. Der nette Hotel-Angestellte organisierte uns das Taxi und übersetzte auch dem Fahrer wo er uns hinbringen sollte. Top Service!!! Leider mussten wir dann auf den Heimflug einige Stunden warten da der Flieger aus Wien schon sehr verspätet angekommen ist und wir in weiterer Folge in Wien die Schnellbahn in die Stadt versäumt haben und wir dann erst irgendwann mitten in der Nacht zu Hause in Oberösterreich in unsere Betten gefallen sind.


Auf die Ausgleichszahlung für den nicht verhältnismäßigen Transfer von MSC warten wir heute noch ;-)



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