• sabinefuerlinger15

Die Südsteirische Weinstraße im Oktober

Schon mittlerweile mehrere Jahre planen wir einmal einen Urlaub in der Südsteiermark und dieses Jahr hat es endlich mal gepasst. Bereits im Februar hab ich die Unterkunft gebucht. Wer sich seine Bleibe für den Herbst aussuchen möchte muss wirklich bald dran sein, weil diese Zeit ist wirklich die absolut beliebteste Jahreszeit in der Weinstraße.


Am Hinweg haben wir einen kleinen Umweg zur Vulcano Schinkenmanufaktur nach Auersbach bei Feldbach gemacht. Ich kannte diese nur von Erzählungen und wollte sie auch mal selbst sehen. Dort hat unser Urlaub dann richtig begonnen mit einem Jauserl und einem Glaserl Wein bzw. Bier. Die Schweine in den Ställen vor Ort haben wirklich ein gutes Leben und ausreichend Platz. Leider ist die Tierhaltung nicht überall so großzügig wie dort. Natürlich haben wir auch Kleinigkeiten mit nach Hause genommen.




Wir fuhren bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen um die 20 Grad weiter in die ca. 1 Stunde entfernte Südsteiermark zu unserer Unterkunft nach Leutschach, genauer gesagt auf den Wurzenberg (https://www.wurzenberg.at/). Am Weg dorthin konnten wir schon zum ersten Mal die herbstlich gefärbten Weinreben und die steilen Weinberge bestaunen. Auf mich hat dieser Anblick sofort etwas Beruhigendes.



Wir hatten für unseren Aufenthalt die 270° Mispellodge gebucht und konnten diese auch gleich beziehen. Unser Schlüssel war im Schlüsselkasten, 2 freundliche Angestellte des Hauses waren zwar auch noch vor Ort, aber im Prinzip brauchten wir keine Hilfe. Alles war klar. Unser Zimmer bestand aus einem großen Raum mit Doppelbett, Couch, Esstisch und kleiner Küchenzeile inkl. Kühlschrank und einem Bad mit Dusche. Draußen befand sich eine riesige Terrasse mit diversen Gartenmöbeln. Wir haben uns sofort wohl gefühlt.




Zu Fuß machten wir uns auf den Weg in die Weinstraße. Über den Lubelkogel gelangten wir schon sehr durstig in die 1. Buschenkschank unseres Aufenthalts zum Tschermonegg. Wir ergatterten ein sonniges Plätzchen auf der Terrasse und waren angekommen. Zu Fuß gings dann weiter der Straße entlang (leider nicht so ideal, an manchen Stellen gibt es einen Grünstreifen neben der Straße, aber ein Fußweg ist leider Fehlanzeige). Am Weg zum Abendessen stolperten wir noch über den für den Herbst typischen Sturm und die dazugehörigen Kastanien. Es gibt im Herbst an der Weinstraße einige dieser Stände, die regelrecht von den Gästen überfallen werden.



Nach der kleinen Stärkung gings weiter zum Mahorko wo wir uns ein leckeres Abendessen mit hauseigenem Wasserbüffelfleisch und natürlich einer herrlichen Flasche Gelben Muskateller schmecken ließen.


Den Heimweg legten wir ebenfalls zu Fuß zurück, bewaffnet mit den Taschlenlampen unserer Handys gings zurück auf den Wurzenberg. Wir waren ca. 50 Minuten unterwegs und haben zwischenzeitlich ein Flascherl Wein fürs Zimmer gekauft, damit wir ja nicht verdursten ;-) Kurz vor dem Ziel landeten wir noch auf ein Getränk bei einem Stand direkt an der Straße wo auch ein Bursch mit einer Ziehharmonika gespielt hat. Urig! Das wars dann für uns, die extra am Weg gekaufte Weinflasche blieb an diesem Abend zu!


Am nächsten Morgen weckte uns wieder der herrliche Sonnenschein. In unserer Unterkunft gab es Frühstück in Form einer Frühstückskiste die über eine speziell dafür gemachte Luke jeden Tag in der Früh ins Zimmer geliefert wird. Man kann zwischen verschiedenen Kisten und Ei-Gerichten wählen und auch die Lieferzeit kann man sich selbst aussuchen. Die Auswahl ist groß und die Qualität der Produkte sehr gut. Auch Vielesser werden dabei bestimmt nicht verhungern!


Den Vormittag verbrachten wir gemütlich auf unserer sonnigen Terrasse, am frühen Nachmittag starteten wir dann unsere Erkundungstour durch die Weinberge mit dem Auto.

Es gibt ein kostenloses Gästetaxi wo aber nur einige wenige Betriebe dabei sind und das Weinmobil. Irgendwie war uns das aber zu mühsam und so fuhren wir mit dem Auto.

Am Weingut Georgiberg legten wir dann den ersten größeren Stop ein und bewunderten die Schönheit der steilen Weinberge in den herrlichen herbstlichen Farben. Kurzerhand entschieden wir uns dann eine Kleinigkeit zu essen und natürlich zu trinken. Es ist Mitte Oktober und wir konnten am Nachmittag wirklich im Freien auf der Terrasse essen. Wir bestellen zusammen eine klare Wildsuppe und eine Portion steirisches Backhendl, dazu einen Vogerl-Erdäpfel-Speck-Salat. Preis-Leistung passte absolut und unser erster kleine Hunger nach dem Mega-Frühstück war gestillt und auch der erste Durst. Im Weinshop kauften wir dann noch ein paar Flaschen als Erinnerung für zu Hause. ;-)

Weit sind wir nicht gekommen standen wir auch schon am nächsten Sturm&Kastanien-Stand. Es ist echt nicht leicht in der Weinstraße an jeder Ecke zu halten und entweder die Schönheit der Natur zu bewundern und ein paar Fotos zu machen oder die diversen kulinarischen Köstlichkeiten zu genießen.

Wir cruisten also weiter durch die Weinstraße und fuhren in Richtung Herzerlstraße in Slowenien. Schon sehr lange wollte ich diesen Anblick mal selbst genießen und nicht immer nur auf Fotos sehen. Wir parkten das Auto einen Spaziergang entfernt und wanderten also zur slowenischen Buschenschank Dreisiebner, dem einzigen Ort von dem man den direkten Blick auf die Herzerlstraße hat. Wir hatten Glück und es waren nicht mehr viele Leute dort und so konnten wir auch schnell eines der begehrten Fotos machen.

Am Rückweg zum Auto durstete es uns wieder und wir riskierten den steilen Seitenweg hinab zu einem unscheinbaren Haus zu gehen und wir wurden nicht enttäuscht. Die kleine entzückende Terrasse der Weinidylle Dreisiebner hatte unsere Herzen sofort erobert und so blieben wir zur Jause. Wir orderten eine Brettljause und einen Käferbohnen-Salat, beides wurde von der Chefin des Hauses zubereitet und rasch serviert und schmeckte hervorragend. Hier genossen wir den unglaublich schönen Sonnenuntergang bevor wir zurück zum Auto spazierten und zurück auf den Wurzenberg fuhren.

Am nächsten Tag gestalteten wir den Tag ähnlich und fuhren am Nachmittag los in die Weinstraße, zuerst gings rauf auf den Eory-Kogel zur größten Weintraube der Welt, dann weiter zum Grenztisch an der Grenze zwischen Österreich und Slowenien, danach ein Gläschen auf der sonnigen Terrasse des Weinrefugiums Brolli bei spätsommerlichen 26 Grad! Der Hunger machte sich bemerkbar und wir wollten etwas Warmes. Leider ist der Tschermonegg eine reine Buschenschank und so kauften wir nur ein paar Flaschen Wein und fuhren weiter über den Sernauberg auf den Schererkogel. Die dort ansässige Buschenschank Adam hat am Montag geschlossen, aber der Blick von dem Hügel war auch ohne Glas Wein traumhaft.

Wir steuerten aufs Gasthaus Tscheppe zu und genossen dort abermals unser Essen auf der Terrasse, geblendet von der Sonne und der Schönheit der Natur. Nicht sehr einfallsreich bestellten wir beide ein Backhendl, davor eine Leberknödelsuppe und einen Vogerl-Erdäpfel-Salat mit Ei. Das Essen war auch hier sehr gut und auch hier passte Preis-Leistung.

Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir zurück am Wurzenburg wo wir zum Abschluss noch ein Fläschchen Wein getrunken haben und noch bei herrlichen Temperaturen abends auf der Terrasse sitzen konnten.

Gesagt sei dass am Wurzenberg der Genusschrank rund um die Uhr für alle Gäste zugänglich ist und gut bestückt mit Getränken ist und auf Vorbestellung steht auch einer Brettljause im Zimmer nichts im Weg ist.

Dieses Service haben wir noch nicht getestet, aber was ja ist kann ja noch werden. Wir haben diese herrliche unkomplizierte Art am Wurzenberg sehr genossen!


Nach dem letzten leckeren Pyjama-Frühstück in unserer charming Lodge machten wir uns auf den Heimweg. Unser letzter Stop in der Weinstraße war der Gläser-Shop der Firma Cristallo in Gamlitz. Aus den schönen neuen Gläsern wird uns der Wein zu Hause sicher noch mal besser schmecken!


Wir sehen uns nächsten Herbst in der Südsteirischen Weinstraße!

Danke für die schöne Zeit und das traumhafte Wetter :-)



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